1. Tag: Aufstieg vom Königssee zum Watzmannhaus
Bequem und entspannt erreichst Du mit Bus & Bahn den Königssee. Den Trubel am See lässt Du gleich links liegen und gehst hinauf zur Startrampe der berühmten Rennrodelbahn: Schorsch Hackl hat hier Geschichte geschrieben. Nun folgst Du kurz dem Klingerbachgraben
bis zur Wegteilung. Wer es eilig hat, geht hier direkt zur Kühroint-Alm. Schöner jedoch ist der Weg über den Grünstein: Steil geht es durch die Abbrüche der Weißen Wand hinauf zur bewirtschafteten Grünsteinhütte und in einer Viertelstunde zum Grünsteingipfel, einem herrlichen Aussichtspunkt über dem Berchtesgadener Kessel. Der Weiterweg zur Kühroint-Alm zweigt kurz unterhalb der Hütte ab. Von der Kührointalm geht es zunächst recht bequem – eine kurze Stelle seilversichert – zur Falzalm. Über die steilen Hänge des Falzköpfls erreichst Du über Serpentinen das schon lange sichtbare Watzmannhaus. 1320 Hm, ca. 5,5 Std.*
2. Tag: Watzmann Hocheck bis Wimbachgrieshütte
Heute steigst Du König Watzmann aufs Haupt! Den Gipfelaufstieg machst Du am besten nur mit einem leichten Tagesrucksack. Ein ausgiebiges Frühstück schafft die notwendige Grundlage. Danach steigst Du über die Riesenschräge des Hochecks im Zickzack zur Schulter hinauf, wobei eine Felspassage durch Drahtseile entschärft ist. Zuletzt folgst Du dem Grat zum Gipfel und zur wohlverdienten Gipfelrast. Zurück zum Watzmannhaus geht es auf gleichem Weg. Das deponierte Übernachtungsgepäck wieder im Rucksack verstaut gehst Du über die Falzalm und die Mitterkaseralm hinunter Richtung Wimbachbrücke, bis Du, schon wieder sehr tief, ins Wimbachtal abzweigst. Auf bequemem, sehr flachem Weg wanderst Du nun gemütlich das Tal entlang, siehst, wie der Schotter des Gries hier immer weiter talwärts zieht und die Natur zu einem ständigen Überlebenskampf zwingt. Und über allem begleitet Dich die großartige Kulisse von Hochkalter- und Watzmannstock. Schließlich erreichst Du die Wimbachgrieshütte – eine gemütliche Insel in dieser großartigen Felskulisse. 1380 Hm bergauf,1980 Hm bergab, 8–10 Std.*
3. Tag: Von der Wimbachgrieshütte zum Funtensee
Gut ausgeruht und gestärkt durch ein ausgiebiges Frühstück, das Du vielleicht vor der Wimbachgrieshütte in der Sonne sitzend verzehrt hast, folgst Du dem Wimbachgries bis zum Talschluss. Deutlich steiler geht der Weg nun hinauf zur Trischübelalm, von hier noch ein Stück weiter bergauf und dann wieder hinunter zur Quelle unterm Graskopf, um dann wieder durch die Hundstodgrube zum Hundstodgatterl hinaufzuleiten. Nun schlängelt er sich unter den Ostabbrüchen des Hundstods durch, bis der Blick nach Süden wieder frei wird. Das Ingolstädter Haus kommt in Sicht, Du gehst aber an der Abzweigung nach links, Richtung Kärlinger Haus. Der Weg zieht nun am Rand der Karsthochfläche des Steinernen Meeres dahin, ohne große Höhenunterschiede, aber in ständigem Auf und Ab, bis er endlich hinunter führt zum herrlich gelegenen Kärlinger Haus am Funtensee. 1000 Hm bergauf, 700 Hm bergab, 5–7 Std.*
4. Tag: Abstieg zum Königssee
Heute nimmst Du Abschied vom Steinernen Meer, indem Du zum Königssee absteigst. Nach erholsamem Schlaf und ausgiebigem Frühstück führt Dich der Weg zuerst ansteigend, dann abwärts, bis Du am Beginn der Saugasse stehst, einem schmal eingeschnittenen,
steilen Graben. Aber keine Sorge: Gut ausgebaute, flache Serpentinen leiten überraschend einfach hinunter in den Talgrund. Atemberaubend sind nur die Felswände, die Dich den Abstieg entlang begleiten. Am Ende der Saugasse tauchst Du ein in einen verwunschenen Märchenwald, uralte Baumriesen begleiten dich entlang des Weges zum Königssee. Und als letzter Höhepunkt dieser 4 Tage folgt eine wunderschöne Wanderung am See entlang nach St. Bartholomä mit seiner berühmten Barockkirche und seinem einladenden Wirtshaus. Mit dem Schiff fährst Du dann zurück über den Königssee und zur Bushaltestelle in Königssee Dorf. 50 Hm bergauf, 1080 Hm bergab, 3 Std.*